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Neuseeland, Nordinsel

Wellington

Wellington – “The coolest little capital in the world”. So zumindest wurde die Stadt von TripAdvisor 2010 genannt und die Bezeichnung wurde sogleich vom Stadtmarketing übernommen und wird heute noch erfolgreich eingesetzt. Und TripAdvisor hatte meiner Meinung nach Recht!

Wellington ist wirklich unheimlich „cool“! Wenn man bedenkt, dass die Stadt gerade einmal 190‘000 Einwohner hat, also weniger als die Hälfte von Zürich, und dennoch eine gewisse Grossstadtatmosphäre verströmt – einfach eine „relaxtere“ und am Meer.

Und das Meer, insbesondere die Hafengegend, machen schon 50% dieser „Coolness“ aus. Im alten Hafen wimmelt es nur so von Szenebeizen, Cafés, coolen Bars, schicken Restaurants, Foodtrucks und alternativen Läden. In den ehemaligen Lagerhallen, den sogenannten „Sheds“, haben sich verschiedenste Betriebe einquartiert: ein Theater, eine Indoor-Kletterhalle mit SUP- und Kajakvermietung, um nur einige wenige zu nennen. Und das alles in direkter Nachbarschaft zum neuen Teil des Hafens, welcher weiterhin ganz normal in Betrieb ist, mit Frachtschiffen und den grossen Fähren zur Südinsel.

Ausserdem finden dort regelmässig (wir hatten das Gefühl jeden zweiten Tag) Events statt. Bei unserem Besuch war es ein Drachenbootrennen im Hafenbecken und ein Südostasien-Festival mit Essen, Aufführungen und Verkaufsständen. Und wir waren nur 3 Tage dort.

Dann gibt es noch die Gegend um die Cuba Street, mit ebenfalls interessanten Lokalen, einer Mikrobrauerei, von welcher ich ein hervorragendes „Pale Ale“ probiert habe und einem sehr alternativen Publikum. Mich hat es etwas an das Zürcher Niederdorf erinnert, einfach vor mehr als 20 Jahren, mit „meh Dräck“ oder anders gesagt, nicht so herausgeputzt, wie es heute ist.

Die Stadt ist eingebettet rund um den Hafen und Hügellandschaften, auf welchen es sehr schöne Aussichtspunkte gibt. Einen davon, Mount Victoria kann man mit dem Auto erreichen, einen weiteren mit einer roten Zahnradbahn (Made in Switzerland!), die die Innenstadt mit dem Botanischen Garten verbindet.

Napier

Napier (316km, 4h), unser nächster Halt nach Wellington, hatte also einen schweren Stand, gegen das coole Wellington. Napiers Bekanntheit kommt daher, dass die Stadt 1931 durch ein grosses Erdbeben, bei welchem sich der Erdboden um fast 2.7m (!) anhob, praktisch ausradiert wurde und anschliessend, im damals vorherrschenden Art Déco-Stil, wieder aufgebaut wurde. Auch das Stadtmarketing dieser Stadt weiss diesen Umstand zu nutzen, so sind sogar die Strassenschilder in einer Art Déco-Schrift beschriftet und das Touristen-Informationszentrum macht fleissig Werbung für Rundfahrten mit historischen Fahrzeugen.

Tatsächlich hat es einige sehr schöne Art Déco Häuser, wie z.B. das Hotel Masonic, welches kürzlich sehr authentisch renoviert wurde. Man beachte auch das wundervolle Fahrzeug vor dem Hotel!

Andere Teile der Innenstadt hingegen genossen keinen allzu grossen denkmalpflegerischen Schutz, so dass die Erdgeschosse leider in einer x-beliebigen Stadt stehen könnten. Wenn man den Blick auf das Obergeschoss hebt, kann man sich jedoch vorstellen, wie die Stadt einmal ursprünglich ausgesehen hat.

Während unseres Aufenthaltes in Napier haben uns noch die Ausläufer des Zyklons Pam gestreift, aber ausser eines Besuches der örtlichen Feuerwehr auf unserem Freedom-Campingplatzes (direkt am Strand!), welche uns darüber orientiert hat, dass das Meer während der Nacht allenfalls „etwas ansteigen“ könnte und einer dadurch unruhigen Nacht im Camper, ist dann schlussendlich nichts passiert. Was in Vanuatu hingegen geschehen ist, konnte man in den Zeitungen und Fernsehen verfolgen. Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen! Hier ein Link zu Unicef www.unicef.ch/de/aktuell/news/zyklon-pam-82000-kinder-benoetigen-dringend-hilfe mit einem Spendenaufruf.

Taupo

Die Strecke von Napier nach Taupo (141km, 1:45h) ist wiederum, vor allem im ersten Teil, eine Nervenbelastung, wenn man mit einem 3 Tonnen schweren, übergrossen Gefährt unterwegs ist. Eine Kurve folgt auf die andere, bis man das Kaweka Mittelgebirge (1‘724m ü. M) hinter sich gelassen hat und auf eine Ebene (350 m ü. M) kommt, welche sich bis zum Lake Taupo hinzieht. Dafür wird man mitten im Kaweka Mittelgebirge durch den relativ wenig bekannten Waipunga Wasserfall belohnt, der mit seinen 40m Höhe vielleicht nicht zu höchsten Wasserfällen zählt, jedoch landschaftlich sehr schön eingebettet ist. Auf der linken Seite sieht man noch den kleineren Waiarua Wasserfall.

Taupo liegt am gleichnamigen Lake Taupo, einem Kratersee, eines vor ca. 26‘000 Jahren kollabierten Vulkans und ist der grösste See Neuseelands.

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Rund um Taupo gibt es eine ganze Reihe von sehenswerten Orten.:

  • Otumuheke Steam (1,5km): Heisse Quellen, welche in den Waikato River fliessen, mit natürlichen „Hot Pools“ zum Baden.
  • Craters Of The Moon (7km): Ein grosses Areal mit thermischen Aktivitäten. Aus einer Vielzahl von Erdlöchern steigt Wasserdampf auf, was besonders am Morgen, wenn es noch kalt ist, sehr eindrucksvoll sein soll. Auch hat es „Mud Pools“ mit heissem Schlamm, der eindrücklich blubbert.
  • Huka Falls (6km): Mehrere Wasserfälle des Waikato River (der Zufluss des Lake Taupo), wobei der höchste und eindrucksvollste eine Höhe von 11m hat. Die Höhe allein macht aber nicht den Reiz aus, sondern vielmehr die Wassermasse, die durch den Engpass schiesst. Auf dem folgenden Video sieht man das besser, als auf den Fotos.

Rotorua

Folgt man für weitere 81km (1h) dem sogenannten „Thermal Explorer“ State Highway erreicht man Rotorua. Rotorua liegt ebenfalls an einem See, dem Lake Rotorua, an dessen Ufern man sich selber „Hot Pools“ graben kann. Es genügt 20cm tief im Sand zu graben und schon mischt sich das kalte Seewasser mit dem heissen Wasser aus dem Untergrund. Auch gibt es auf fast jedem (Bezahl-) Campingplatz künstliche „Hot Pools“, die mit Untergrundwasser gespiesen werden. Für Kinder sind diese aber nicht immer geeignet, da einige davon zu heiss sind. Eine weitere Gefahr, auf welche man achten muss, sind die Süsswasser Amöben, welche in dieser Gegend vorkommen und dank dem warmen Wassers bestens gedeihen. Darum sollte man auf keinen Fall den Kopf unter Wasser halten, da eine Ansteckung in der Regel durch Nase oder Ohren erfolgt und es für eine allfällige, durch die Amöben ausgelöste, Hirnhautentzündung keine Medikamente gibt und daher mit einer hohen Mortalität einhergeht.

PS. Uns geht es bestens und ich will auch keine Panik verursachen, sondern auf diese wichtige Verhaltensregel hinweisen, falls jemand einmal in diese Gegend reist.

Rotorua ist auch für seinen Geruch nach faulen Eiern bekannt, der durch die Schwefeldämpfe aus den heissen Quellen kommt. In der Stadt selber und am See ist uns dies allerdings nicht besonders aufgefallen, in „Te Puia“, einem weiteren Areal mit thermischen Aktivitäten, jedoch haben sich die Kinder mehrmals beschwert, dass es stinkt. Zum Glück hatte es an diesem Tag aber auch immer Wind, so dass sie die ca. 1,5 stündige Besichtigung dann doch ausgehalten haben.

TePuia01
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In Te Puia gibt es unzählige Erdlöcher, aus welchen heisser Dampf aufsteigt, Mud Pools, heisse Quellen und einen Geysir, der spontan Wasser und Dampf ausstösst.

An einem heissen Pool, dem Ngararatuatara Cooking Pool, ist eine Vorrichtung angebracht, die zeigt, wie die Maori früher die Quellen auch zum Kochen genutzt haben.

Der Geysir war anlässlich unseres Besuches recht aktiv, so dass ich ausser den Fotos auch einen kurzen Film gemacht habe.

Papamoa Bay/Mt. Manganui

Papamoa Bay (64km, 0:52h), unser nächster Halt in Richtung Norden, ist eine bei Surfern beliebte Bucht, ganz in der Nähe von Mt. Manganui. Insgesamt eine schmucke Gegend mit etwas Riviera-Charakter und schönen Ferienhäusern. Die Zweitwohnungs-Initiative hat es nicht bis Neuseeland geschafft…

Coromandel Halbinsel

Die Coromandel Halbinsel hat uns wirklich sehr gut gefallen! Es ist eine landschaftlich sehr schöne Gegend mit vielen sehenswerten Orten und abwechslungsreicher Natur. Nach einem Halt in Onemana (117km, 1:42h von Mt. Manganui) sind wir gleich nach Hahei und zum Cathedral Cove gefahren. Leider war gerade Flut, so dass es auf den Bildern nicht so eindrücklich aussieht, aber man erkennt den Durchgang im Berg trotzdem recht gut.

Unser Mittagessen haben wir beim „Hot Water Beach“, ganz in der Nähe von „Cathedral Cove“ eingenommen. Leider war die anschliessende Suche nach dem „Hot Water“ am Beach ergebnislos. Auch hier war immer noch Flut und die warmen Quellen lassen sich scheinbar nur bei Ebbe finden. Die Fahrt nach Whangapoua (108km, 1:37h von Onemana) brachte dann eine fast märchenhafte Landschaft zum Vorschein!

Whangapoua ist dafür bekannt, dass man von dort aus den New Chums Beach erreichen kann, welcher wiederum dafür bekannt ist, dass ein britisches Magazin ihn zu einem der 20 schönsten Stränden weltweit erkoren hat. Dies und die Tatsache, dass der Strand nur zu Fuss und über einen wirklich abenteuerlichen Weg zu erreichen ist, haben dann die Popularität nochmals gesteigert. Ursprünglich wollten wir den Strand mit der ganzen Familie besichtigen, aber schon nach 100m Metern wurde uns klar, dass das mit den Kindern unmöglich sein würde, denn der Pfad geht zu Beginn der Küste entlang über Felsen, die immer wieder vom Meer umspült werden. Also bin ich alleine losgezogen. Gut, das Fazit der halbstündigen und nassen Wanderung: er hat Platz 20, aber das war’s dann auch schon. Der Reiz liegt wohl wirklich in seiner schlechten Erreichbarkeit.

Abschliessend zur Coromandel Halbinsel noch ein paar Bilder mit Aussicht auf Coromandel und den Firth Of Thames, sowie auf unseren mittlerweile liebgewonnenen Camper!

Auckland 1. Stop/Muriwai Beach

Der Weg nach Norden führt zwangsläufig über Auckland und somit zu unserem ersten Halt dort. Aus lauter Müdigkeit haben wir in Ramarama (147km, 2:11h) übernachtet. Eine absolut schmucklose Gegend, welche man getrost übergehen kann. Zum Übernachten war’s gut genug.

79km (1h) nach Ramarama erreicht man Muriwai Beach, das bei Aucklands Surfern quasi das Mekka ist. Der schwarze Strand, die hohen Wellen und das wechselhafte Wetter entsprachen wohl dem Bild, der wilden Westküste Neuseelands. Eine ganz andere, aber dennoch interessante Gegend. Ausser den Surfern zuzusehen und eine ansässige Tölpel Kolonie zu besichtigen, gab es für uns dann nicht mehr so viel zu tun.

Nach einem Abstecher nach Whangarei (158km, 2:11h) geht es zurück Richtung Auckland nach Orewa (127km, 1:41h), wo uns Esther, eine Freundin, die in Neuseeland lebt, fürs Wochenende auf dem Camping-Platz erwartet. Orewa ist das Naherholungsgebiet Aucklands, nur 36km davon entfernt, mit einem schönen Strand, nicht so hohen Wellen, wie an der Westküste, aber dennoch solchen, die man surfen kann. Ein wirklich erholsames Weekend – danke Esther!

Auckland 2. Stop

Auckland ist die grösste Stadt Neuseelands und auch dessen finanzieller Mittelpunkt. Nach fast einem Monat im Camper unterwegs und vom Reisen etwas müde, hat es dann doch noch für eine kleine Stadtbesichtigung gereicht:

einer kurze Rundfahrt im Naturhafen mit einer Fähre

einem Rundgang in der Hafengegend

einer kleinen Wanderung auf den Mount Eden, einem erloschenen Vulkan mit bester Aussicht auf die Stadt

und einem Abstecher auf den SkyKey, inkl. Drehrestaurant:

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Ach ja, für unser „Züri-Kollegen“, die mitlesen, hier noch ein Foto der Zürich in Auckland:

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Gefahrene Kilometer in Neuseeland: 2‘751km

Neuseeland, Südinsel

Ich weiss, ich war in letzter Zeit nicht so fleissig im Bloggen, darum muss ich nun unsere Reise in Neuseeland auf der Südinsel in einem Beitrag zusammenfassen. Sorry, dass es so viel zum Lesen ist…

Christchurch

Von Melbourne sind wir mit dem Flugzeug nach Christchurch geflogen, um unseren Camper in Empfang zu nehmen. Davor haben wir noch 2 Tage in der Stadt verbracht, um diese zu besichtigen.

Leider wurde Christchurch im September 2010 und nochmals im Februar 2011 von einem Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogen. Die ganze Innenstadt gleicht einer Ruinenstadt, manche Gebäude wurden noch nicht wieder aufgebaut, an anderen Orten werden Neubauten, mit viel Stahl und Beton, erdbebensicher hochgezogen. In der Stadt herrscht insgesamt eine seltsame Stimmung, fast geisterhaft.

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Positiv sind mir die Umnutzungen von Stadtbrachen, welche durch das Erdbeben entstanden sind, aufgefallen. So gibt es eine Art Containerdorf mit kleinen Restaurants, Cafés und Läden. An vielen Orten wurden Fassaden, welche plötzlich sichtbar geworden sind, von lokalen Künstlern umgestaltet.

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Im Nachhinein wären wir doch lieber nur für 1 Tag geblieben. So waren wir dann irgendwie froh, dass wir endlich unseren Camper abholen konnten.

Kaikoura

Von Christchurch sind wir nach Kaikoura (181km, 2:30h) gefahren, welches für Walbeobachtungen (leider keine gesehen), Delphinsichtungen (leider auch nicht) und mehrere ansässige Robbenkolonien (ja, die haben wir gesehen!) bekannt ist. Kaikoura ist ein süsses, ehemaliges Fischerdorf mit einem farbenfrohen und lebendigen Zentrum und wahnsinnig viel Natur drum herum, idyllisch zwischen zwei grossen Buchten gelegen und einem Berg in der Mitte, von welchem man wunderbare Rundumsicht hat.

Gleich für unsere erste Übernachtung sind wir zu einem Freedom-Campingplatz am Strand, ca. 16km nördlich von Kaikoura gefahren. Freedom-Camping bedeutet, dass man mit dem Camper an einem von der Gemeinde festgelegten Ort übernachten darf. Das kann ein Strand, ein Rastplatz oder sogar ein Parkplatz in einer Innenstadt oder eines Einkaufszentrums sein. Manche Gemeinden erlauben das Campieren sogar auf Parkplätzen auf dem ganzen Gemeindegebiet, ausser z.B. in Wohnzonen. Bedingung ist immer, dass man über ein sogenanntes „self-contained mobilehome“ verfügt, also dass das eigene Schmutzwasser aufgefangen wird und man eine eigene (chemische) Toilette hat.

Simona war sich zwar nicht ganz so sicher, ob das Ok sein würde, einfach so in der Natur zu übernachten, doch zum Glück hatte es dort noch einige andere Camper und so war es ihr dann doch nicht ganz so unheimlich. Wir sind ja in Sachen Camping und erst recht Freedom-Camping absolute Anfänger, aber in Neuseeland ist Freedom-Camping akzeptiert und weit verbreitet und wir haben uns mittlerweile bestens daran gewöhnt.

Abendstimmung an unserem „Campingplatz“

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Hier noch ein paar Fotos der Robbenkolonien in und um Kaikoura. Die Mädels waren natürlich von den süssen Tieren begeistert, wenn letztere auch die meiste Zeit nur rumgelegen sind. Robben machen halt wahrscheinlich nicht viel anderes, als Fische jagen und rumliegen…

Nelson, Rabbit Island

Die Fahrt von Kaikoura bis nach Nelson (243km, 3h) ist recht kurvig und anstrengend, vor allem, wenn man mit einem Fahrzeug in der Grösse eines Kleinlasters unterwegs ist. Irgendwie hat der Charme dieser gemütlichen Kleinstadt darum bei uns nicht verfangen und dass der Freedom-Campingplatz im Innenhof von Einkaufsläden war, machte die Sachen nicht wirklich besser. Dafür ist Rabbit-Island, wo wir am nächsten Tag, gleich frühmorgens hingefahren sind, für mich ein echter Geheimtipp. Die Insel, welche mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist, liegt nur 26km von Nelson entfernt und verfügt über einen Kilometer langen Sandstrand, der (zumindest am Morgen) völlig menschenleer ist. Dort in der Natur zu Frühstücken und einen frischen Kaffee zu geniessen war wirklich ein Highlight.

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Marahau, Tasman Nationalpark

Marahau befindet sind nördlich von Nelson (64km, 1h) und ist quasi der Eingang zum Tasman Nationalpark. Dort endet die Strasse und man kommt nur noch zu Fuss oder mit dem Boot weiter. Der Tasman Nationalpark ist wirklich ein Muss für jeden, der Neuseeland bereist, ausser man hat kleine Kinder dabei, dann ist Trekking oder Wandern nicht besonders prickelnd, denn es endet in der Regel nach 30-45 Minuten damit, dass sie müde sind und wieder zurück wollen. So ist es bei einem kurzen Abstecher und Mittagessen geblieben. Und die Fahrt dahin ist landschaftlich absolut sehenswert!

Kaiteriteri, Motueka

Von Marahau bis Kaiteriteri (8km, 0:15h) sind es wiederum gefühlte eine Million Kurven, auf einer Strasse, die für die Breite eines Cinquecento (das Originalmodell) gebaut wurde. Der Strand von Kaiteriteri ist sehr schön und sehr beliebt, doch glücklicherweise nicht das ganze Jahr über. Im Dezember oder Januar, während der Hauptsaison, ist er bestimmt überlaufen. Im März hingegen kann man ihn recht entspannt geniessen.

Der nächste Freedom-Campingplatz liegt in Motueka (16km, 0:23h) und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die dort sehr strenge Alkoholvorschriften haben (siehe im nächsten Bild Abschnitt „Powers Of The Police“ – „Without warrant to search bags, packages and other types of containers and vehicles“). Fürs Übernachten war es aber total in Ordnung.

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Picton, Fähre

Die Strecke von Motueka bis Picton (153km, 2:19h), wo die Fähre zur Nordinsel ablegt, kann man auch am Stück fahren, da wir es aber lieber gemütlich angehen, haben wir uns für einen Zwischenhalt in Blenheim (194km, 2:30h) (ausgesprochen „Blinim“!) entschieden. Blenheim ist eine bekannte Weingegend, mit vielen guten Weingütern. Da die Kinder aber lieber Schokolade essen und auch nur dürfen, sind wir eine kleine Schokoladenmanufaktur besichtigen gegangen. Ich muss zugeben, auch ausserhalb der Schweiz gibt es „feini Schoggi“!

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Tags darauf also nach Picton (28km, 0:23h) und auf die Fähre.

Die Fähre, welche die Süd- und die Nordinsel Neuseelands verbindet, hat wirklich gigantische Ausmasse. Das Fahrzeugdeck ist mindestens dreistöckig und es passen ganze LKW’s, aber auch Camper und Autos darauf. Logistisch ist es keine einfache Aufgabe, die beiden Teile des Landes mit Waren zu versorgen. Lustiger weise hatte es auch einen Transporter mit Kühen auf der Fähre und ich habe mich gefragt, ob die im Norden wohl keine Kühe züchten?

Die Fahrt dauert 3 Stunden und geht zu Beginn durch eine fjordähnliche Landschaft, nördlich von Picton, bevor es dann auf das offene Meer geht. Leider war das Wetter am Abreisetag nicht besonders gut, so sind die Bilder etwas grau geraten.