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Über Ko Kut

Geographie

Ko Kut (manchmal auch als Koh Kood oder Ko Kood geschrieben) liegt im Golf von Thailand an der Ostküste, nahe der Grenze zu Kambodscha in der Provinz Trat. Nördlich von Ko Kut liegen die Inseln Koh Mak und das bekanntere Koh Chang. Ko Kut ist die viertgrösste Insel Thailands (nach Phuket, Samui und Koh Chang), wobei der Ko Kut Distrikt, zu welchem die Insel gehört, der Distrikt Thailands mit der geringsten Bevölkerungsdichte ist. Auf der Insel leben ca. 2‘000 Einwohner.

Ko Kut ist mit 113,5 km² Fläche eine mittelgroße Insel, bewaldet und leicht hügelig (höchste Erhebung 315 m), mit einigen verschlafenen Fischerdörfern und Kokosnuss- und Gummibaum-Plantagen.

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Anreise

Ko Kut kann von Trat aus (Laem Sok Pier, 35km ausserhalb von Trat) mit einer Passagierfähre, Speedboat oder Katamaran in 1-1,5 Stunden erreicht werden. Nach Trat kommt man von Bangkok aus entweder mit einem Mini-Bus (ca. 5-6 Stunden), Taxi (ca. 4 Stunden) oder mit dem Flugzeug vom Suvarnabhumi Flughafen Bangkok (1 Stunde). Mehr Infos zur Anreise hier.

Infrastruktur

Da auf der Insel nur eine begrenzte Infrastruktur vorhanden ist, ist sie noch nicht so von Touristen überlaufen, wie die benachbarte Insel Koh Chang. Die Resorts befinden sich praktisch alle an der Westküste der Insel, wobei die Gegend um den Khlong Chao Beach, so etwas wie das touristische Zentrum ist – ein Zentrum allerdings ohne 7/11, Fast-Food, Nachtleben, Bank, ATM und Geldwechselstube! [Update Januar 2016: Es hat nun einen ATM auf der Insel, leider akzeptiert er nicht alle Karten und ist auch immer wieder einmal „out-of-order“.]

What to Do and See

Obwohl es auf Ko Kut nicht direkt viele Sehenswürdigkeiten gibt, lohnt es sich trotzdem, die Insel mit dem Roller (250-300 THB/Tag) zu erkunden. Man kann das gut in einem einzigen Tag machen, aber besser wäre es zwei Tage einzuplanen und so mehr Zeit zum Erkunden zu haben, z.B. am ersten Tag den Norden bis zum Fischerdorf Ao Salad und am zweiten Tag den Süden der Insel mit dem Fischerdorf Ao Yai. In beiden Fischerndörfern kann man ausgezeichnet Fisch essen!

Weitere Aktivitäten sind ausser Schwimmen im Meer und am Strand relaxen, Kayaken, Schnorcheln, Tauchen, Trekking (z.B. zu einem der Wässerfälle, siehe unten) oder einfach nur ein Buch lesen und dem Zivilisationsstress entkommen. Manche buchen sich auch zu einem Yoga-Kurs im Shantaa Resort ein, andere bevorzugen das kostenlose Yoga am Strand…

Die Tauchgründe rund um Ko Kut gehören leider nicht zu den Top 10 in Thailand. Persönlich würde ich in dieser Gegend von Thailand eher rund um Koh Chang tauchen gehen, z.B. im Mu Koh Chang Nationalpark oder beim Schiffswrack HMS Chang.

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Auf der Insel befinden sich zwei Wasserfälle, der „Nam Tok Klong Yaiki“-Wasserfall und der etwas größere „Nam Tok Khlong“.

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Übernachten

Die Hotels auf Ko Kut sind eher teurer als im Rest von Thailand. Das liegt einerseits an der abgelegenen Lage und ausserdem habe ich auch den Eindruck, dass die Landbesitzer (die ganze Insel gehört praktisch nur einigen, wenigen Familien) kein grosses Interesse an Massentourismus haben. Die hohen Preise, so sehr sie im Reisebudget schmerzen, haben eben auch den Vorteil, dass sie Budget-Touristen „fernhalten“. Eine sehr gute Übersicht aller Hotels auf der Insel, inkl. Anreiseinfos uvm. findet sich hier.

Meine Top 3 der Resorts in Kurzform: Shantaa, Tinkerbell, Medee Resort.

Essen

In den meisten Resorts kann man recht gut essen, wenn auch nicht günstig und über die Insel verteilt hat es weitere Restaurants mit überwiegend thailändischer Küche. Meine Favoriten sind:

  • Shantaa – Stil: gepflegte Atmosphäre, Küche: Thai, Preise: $$-$$$
  • Chaiyo – Stil: Streetfood, Küche: Thai, Preise: $
  • Relax House – Stil: einfach, Küche: Thai, Preise: $-$$
  • Ra Beang Mai – Stil: einfach, Küche: Thai, Preise: $-$$
  • Pizza & Pasta – Stil: einfach, Küche: Italienisch, Preise: $$
  • The Fisherman Hut – Stil: Outdoor, Küche: Internat., Preise: $$ (Tipp: den Hamburger der Pasta vorziehen)
  • Baan Ao Salad/Baan Ao Yai für Seafood

Nachtleben

Es gibt auf der Insel so gut wie kein Nachtleben und auch keine Beer-Bars. Wer also auf der Suche nach Party ist, ist hier definitv falsch. Nach 22 Uhr gibt es noch 2-3 Orte, welche überhaupt offen haben, z.B. die „Sunset Bar“ oder die „Bartist“ Bar.

Geschichte(n)

Über Ko Kut gibt es viele interessante Geschichten: so soll sie früher ein sicherer Hafen für in der Gegend aktive Piraten gewesen sein, welche sich nach ihren Raubzügen darauf zurückzogen. Manche behaupten es gebe sie noch heute. 🙂

Auch gab es zwischen Kambodscha und Thailand „Meinungsverschiedenheiten“, zu wem die Insel territorial gehört. Schliesslich waren die ersten Bewohner (ausser den angeblichen Piraten) Flüchtlinge des Indochina Krieges aus Thailand und Kambodscha, welche sich, als die Franzosen 1904 die Stadt Padjantakiri einnahmen, darauf flüchteten. Aus diesem Grunde war die Insel lange Zeit für den Tourismus nicht zugänglich. Erst als sich die beiden Länder einigen konnten, wurde Ko Kut allmählich touristisch erschlossen.

Aus der neueren Zeit schliesslich stammt die, von der lokalen Bevölkerung gerne und oft erzählte, Geschichte über den Aufenthalt von Angelina Jolie, Brad Bitt und ihren Kindern im Soneva Kiri Resort. Jedes Jahr, als wir auf Ko Kut waren, erzählte man uns voller Begeisterung, Brangelina seien eben erst abgereist…

Und zum Schluss noch ein kurzes „Teaser“-Video:

Schulbesuch Baan Klongchao School, Ko Kut

Für heute hatten wir einen Schulbesuch in einer lokalen Schule vereinbart. Lara und Fiona hatten ab und zu gefragt, wo die Kinder hier zur Schule gehen und wie die Schule wohl hier so sei. Ich finde es auch bereichernd, wenn die beiden sich ein Bild machen können, wie die Umstände in anderen Länder sind. Da wir nicht mit leeren Händen kommen wollten, hatten wir Schreibhefte und Stifte besorgt, die wir den Schulkindern verteilen wollten.

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Ko Kut hat mehrere Schulen, wobei die Baan Klongchao School ganz in der Nähe unseres Hotels liegt. Auch gibt es dort einen Kindergarten, was für Fiona, die in diesem Jahr mit dem Kindergarten beginnt, interessant ist.

In Thailand gibt es 9 Pflichtschuljahre (6 in der Grundstufe und 3 in der Sekundarstufe), danach gibt es weiter führende Schulen, mit Zugang zur Universität. Gewundert haben wir uns etwas, dass in den höheren Schulklassen immer weniger Kinder eingetragen sind, wie man auf dem folgenden Bild sieht. Warum das so ist, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.

Primary school Ko Kut
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Was man gleich zu Beginn merkt, ist, dass der Schulalltag hier anders als bei uns abläuft: die Schüler tragen, auch schon im Kindergarten, Schuluniformen. Die Lehrer und Lehrerinnen tragen Uniformen, die stark an Militäruniformen erinnen, mit Abzeichen und Schulterstücken.

Natürlich darf auch eine Buddha Statue nicht fehlen – diese hier ist ganz besonders edel ausgefallen, wenn man bedenkt, dass Ko Kut sehr ländlich ist.

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Am Schluss konnten Lara und Fiona dann den Kindern die Schulhefte und Stifte übergeben, worauf sie schon ganz gespannt waren.

Leider fand, aufgrund „mangelnder Sprachkenntnisse“, keine echte Verständigung statt, aber Kinder kommunizieren ja auf vielfältigen Wegen…

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Entschleunigen à la Ko Kut

Wie einige von euch bereits wissen (und ja, sorry, für’s immer wieder wiederholen) ist Ko Kut unsere absolute Lieblingsinsel in Thailand. Aber warum? Schliesslich gibt es hier keine Shopping-Möglichkeiten, kein Nachtleben, keine schicken Restaurants, keine hippen Bars, nicht einmal einen 7/11, einen Bankomaten oder gar eine Bank. Also müsste das Leben hier eigentlich recht beschwerlich sein, oder nicht?

Doch genau das Fehlen von alledem, macht den Charme der Insel aus. Hier lässt es sich wunderbar entschleunigen! Und man sollte unbedingt mehr als 2-3 Tage hier verbringen, nur so stellt sich der Effekt ein, bis nach einer Weile, die wichtige Entscheidung, die man treffen muss, lautet, ob man zum benachbarten Strand läuft, das Kajak nimmt oder gar rüber schwimmt. Spielt keine Rolle – schliesslich hat man ZEIT.

Kajaken auf Ko Kut
Kajaken auf Ko Kut

Hier geht alles langsam vor sich. In den Garküchen und Restaurants findet sich oft ein Schild, auf welchem steht: „Please be patient, cooking takes time!“ oder „Sorry for waiting, have only 1 cook“. Und nach der ersten Woche fällt es einem gar nicht mehr auf, dass man zwischen der Bestellung und dem Essen gut und gerne eine halbe Stunde wartet. Echtes Slow-Food eben!

Endlich in Ko Kut

Die gesamte Reise nach Ko Kut war etwas anstrengender, als wir eigentlich geplant hatten. Unser Weiterflug von Charles de Gaule nach Bangkok hatte über 30 Minuten Verspätung (Merci, Air France!), was uns bei einem Flug mit Ankunft am frühen Morgen in Asien, noch nie passiert war. Eigentlich kommen die Flüge sogar früher an, dies dank dem Rückenwind, der von Europa nach Asien auf Reiseflughöhe herrscht.

In Bangkok angekommen, sind wir also Richtung Immigration und Gepäckausgabe gerannt. Simona und die Kinder haben dann auf das Gepäck gewartet und ich bin zum Check-In Schalter des nächsten Fluges geeilt. Dort waren sie dann leider nicht so hilfsbereit und am Schluss haben wir den Weiterflug verpasst und der nächste, mögliche Flug war natürlich ausgebucht. Wir hätten also auch noch unser Boot, welches uns auf die Insel bringen sollte, verpasst.

Aber zum Glück (im Umglück) sind wir hier in Thailand und so sassen wir einige „Sawadee kap“ und „Korp khun kap’s“ später bereits in einem Taxi, welches ich, in der Zeit bis Simona und die Kinder durch den Zoll gekommen sind, organisiert hatte. Die 300km dauerten dann 4 Stunden, statt 40 Minuten, aber schlussendlich haben wir es dann doch am gleichen Tage auf das Boot und die Insel geschafft.

NACHTRAG:

Hätten wir die Seite www.flightstats.com doch vor der Buchung gekannt!

Overall rating: VERY POOR
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Planung

Mit der Planung einer sechsmonatigen Reise sollte man, gemäss zuverlässigen Quellen (beste Freunde und die üblichen Ach-ja-das-habe-ich-in-den-Achzigern-schon-einmal-gemacht-Kollegen), 1 Jahr im Voraus beginnen. Diese Zeit stand uns leider nicht zur Verfügung.  Zum Glück gibt es, im Gegensatz zu den Achtzigern, heute das Internet! Statt nochmals alle Tipps daraus zu wiederholen, hier eine Liste nützlicher Webseiten, die sich mit dem Thema beschäftigen:

Trotzdem ein Tipp zu den Flugtickets: mit der Vielzahl an Billig-Airlines weltweit, sollte man sich gut überlegen, ob man ein RTW (Round-The-Word) Ticket wirklich braucht. Wir haben mit Star Alliance und OneWorld die Preise für unsere Flüge berechnet und dann mit Billig-Flügen verglichen. Für uns war es am Ende günstiger (und flexibler), die Flüge alle selbst und einzeln mit der jeweils günstigsten Airline zu buchen. Ein Besuch bei Globetrotter hat sich leider als teuer (Beratungspauschale pro Person!) und auch nicht günstiger erwiesen. Die Offerte von Globetrotter lag preislich zwischen den RTW Tickets und dem selber Buchen.

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